Endlich Frühling !
Das war aber ein ungewöhnlich langer Winter. Ich war sehr gespannt, wie ihn meine eingewinterten Völker überstanden haben. Im Herbst sind sie jedenfalls noch alle geflogen.
Nachdem ich mir an den ersten warmen Frühlingstagen das Treiben am Flugloch angeschaut und mit einem dünnen Gummischlauch in die Völker reingehört habe, war eines klar: drei Bienenwohnungen müssen ausgeräumt werden. Ein Volk war unter vollen Futterwaben verhungert. Welch trauriger Anblick ! Ich hatte im Doppelraum überwintert und zwischen den unteren und den oberen Waben keine Kletterhilfen eingebaut. Ich war mir eigentlich sicher, dass dieser Raum von einem starken Volk auf alle Fälle im Spätsommer noch mit Wildbau gefüllt wird, den die Bienen dann als Kletterhilfe nutzen, um zu den gut gefüllten Futterwaben zu gelangen. Das hatte viele Jahre vorher immer funktioniert. Aber dieses Mal leider nicht. Oh, wie ärgerlich ! Das passiert mir nie wieder ! Ein richtig gutes Volk ist mir da eingegangen !
Die beiden anderen Volkseinheiten sind offenbar trotz gewissenhafter medikamentöser Behandlung an der Varroose eingegangen. Nur wenige tote Bienen waren da noch in den Beuten.
Also: diese drei Bienenwohnungen wurden von mir komplett ausgeräumt. Die noch vorhandenen Futterwaben habe ich aus dem Holzrahmen geschnitten und eingestampft - mit dem Wachs, dem Winterfutter und teilweise auch mit Pollen. Das reiche ich meinen Bienenvölkern im Sommerhalbjahr, wenn mal eine Trachtpause eintritt.
Die Beuten wurden gründlich gereinigt. Das dabei anfallende Wachs kam gleich in den Sonnenwachsschmelzer. Das Kittharz (auch Propolis genannt) sammle ich gesondert. Daraus stelle ich meine "Bienen-Wundermedizin" her - Medizin für uns Menschen. Doch dazu in einem anderen Beitrag.
Zum Abschluss der Reinigung flamme ich den Beuteninnenraum grundsätzlich mit einem Propangasbrenner ab. Dann kann ich sicher sein, dass keine eventuell vorhandenen Krankheitskeime übrig bleiben, die bei einer Neubesiedelung gleich wieder das neue Volk belasten.
Also noch einmal: 3 Bienenvölker eingebüßt und dann habe ich da noch drei Jungvölker, die im Winter auch gelitten haben und recht schwach fliegen. Doch da ich Hobby- und nicht Berufsimker bin, werde ich versuchen, diese Völkchen wieder aufzupäppeln - zumal sie eine junge Königin aus dem Vorjahr haben, die noch viel leisten kann.
Insgesamt liegen die Völker in ihrer Entwicklung gegenüber den Vorjahren zurück. Das kann nach dem langen Winter auch gar nicht anders sein. Doch die Sammlerinnen bringen jetzt mächtig viel Pollen (Blütenstaub) heim - ein Zeichen, dass die Königin stark in Brut gegangen ist.
Mal sehen, welche weiteren Überraschungen das Bienenjahr bringen wird.
Nachdem ich mir an den ersten warmen Frühlingstagen das Treiben am Flugloch angeschaut und mit einem dünnen Gummischlauch in die Völker reingehört habe, war eines klar: drei Bienenwohnungen müssen ausgeräumt werden. Ein Volk war unter vollen Futterwaben verhungert. Welch trauriger Anblick ! Ich hatte im Doppelraum überwintert und zwischen den unteren und den oberen Waben keine Kletterhilfen eingebaut. Ich war mir eigentlich sicher, dass dieser Raum von einem starken Volk auf alle Fälle im Spätsommer noch mit Wildbau gefüllt wird, den die Bienen dann als Kletterhilfe nutzen, um zu den gut gefüllten Futterwaben zu gelangen. Das hatte viele Jahre vorher immer funktioniert. Aber dieses Mal leider nicht. Oh, wie ärgerlich ! Das passiert mir nie wieder ! Ein richtig gutes Volk ist mir da eingegangen !
Die beiden anderen Volkseinheiten sind offenbar trotz gewissenhafter medikamentöser Behandlung an der Varroose eingegangen. Nur wenige tote Bienen waren da noch in den Beuten.
Also: diese drei Bienenwohnungen wurden von mir komplett ausgeräumt. Die noch vorhandenen Futterwaben habe ich aus dem Holzrahmen geschnitten und eingestampft - mit dem Wachs, dem Winterfutter und teilweise auch mit Pollen. Das reiche ich meinen Bienenvölkern im Sommerhalbjahr, wenn mal eine Trachtpause eintritt.
Die Beuten wurden gründlich gereinigt. Das dabei anfallende Wachs kam gleich in den Sonnenwachsschmelzer. Das Kittharz (auch Propolis genannt) sammle ich gesondert. Daraus stelle ich meine "Bienen-Wundermedizin" her - Medizin für uns Menschen. Doch dazu in einem anderen Beitrag.
Zum Abschluss der Reinigung flamme ich den Beuteninnenraum grundsätzlich mit einem Propangasbrenner ab. Dann kann ich sicher sein, dass keine eventuell vorhandenen Krankheitskeime übrig bleiben, die bei einer Neubesiedelung gleich wieder das neue Volk belasten.
Also noch einmal: 3 Bienenvölker eingebüßt und dann habe ich da noch drei Jungvölker, die im Winter auch gelitten haben und recht schwach fliegen. Doch da ich Hobby- und nicht Berufsimker bin, werde ich versuchen, diese Völkchen wieder aufzupäppeln - zumal sie eine junge Königin aus dem Vorjahr haben, die noch viel leisten kann.
Insgesamt liegen die Völker in ihrer Entwicklung gegenüber den Vorjahren zurück. Das kann nach dem langen Winter auch gar nicht anders sein. Doch die Sammlerinnen bringen jetzt mächtig viel Pollen (Blütenstaub) heim - ein Zeichen, dass die Königin stark in Brut gegangen ist.
Mal sehen, welche weiteren Überraschungen das Bienenjahr bringen wird.
Bienenfreund - 13. Apr, 08:40
