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Donnerstag, 22. Oktober 2009

Letzte Ausflüge

Der Herbst ist da - und sogar die ersten Vorboten des Winters. Letzte Woche gab es selbst im milden Dresdner Elbtal weiße Flocken und weiße Dächer und Wiesen - zumindest für einige Stunden.
Im Erzgebirge wurden zum ersten Mal in dieser Saison die Loipen gespurt und Winterfreuden begannen.
Die Bienenvölker haben sich in ihren Behausungen zur Wintertraube formiert - in Form einer Kugel - dem geometrischen Körper, der bei geringster Oberfläche das maximale Volumen beinhaltet. Erstaunlich, wie die Natur auch hier instinktiv das Richtige veranlasst.

Doch diese Wintertraube bleibt nun nicht durchgängig bis zum nächsten Frühling bestehen. Sobald die Temperaturen über +10°C ansteigen, fliegen die Bienen wieder aus. Die Wintertraube löst sich wieder etwas auf. Da Bienen den ganzen Winter über Nahrung aufnehmen, entstehen natürlich Verdauungsrückstände. Niemals hinterlassen sie diese im Bienenstock ! Bienen sind sehr reinliche Tiere. Sie nutzen milde Temperaturen im Winterhalbjahr, um diese Verdauungsrückstände bei Kurzausflügen ins Freie im Fluge von sich zu geben.

Mit den ersten Frösten versehe ich die Fluglöcher meiner Bienenstöcke mit Absperrgittern, durch die die Bienen hindurchkommen - jedoch nicht die Spitzmäuse. Diesen Insektenfressern, dem Igel näher verwandt als der Hausmaus, kann im Winter nichts besseres passieren, als es sich in der Ecke eines Bienenstockes gemütlich einzurichten. Bei Außentemperaturen unter +5°C können die Bienen der Spitzmaus nichts anhaben. Sie können sich nur sehr langsam bewegen. Im Laufe des Winters frißt eine solche Spitzmaus nahezu ein ganzes Wintervolk auf ! Gleichzeitig erzeugt es Unruhe im Bienenvolk, was dieses ganz und gar nicht verträgt. Da Spitzmäuse unter Naturschutz stehen, bekämpfen wir Imker sie nicht. Wir verwehren ihnen nur den Zugang in den Bienenstock.
Oberste Regel für den Imker ist jetzt, alles zu tun, damit die Bienenvölker ihre Ruhe haben: jetzt werden die Beuten nicht mehr geöffnet, um nach dem Rechten zu sehen. An das Bienenhaus schlagende Äste werden abgeschnitten.

Wenn ich wissen will, wie es jetzt meinen Völkern geht, dann höre ich sie ab. Ein einfacher Gummi- oder Kunststoffschlauch wird vorsichtig in die Nähe des Flugloches gebracht. Das andere Ende stecke ich an mein Ohr.
Ungleichmäßige Geräusche weisen auf Notsituationen hin.
Das Volk ist tot, wenn gar keine Geräusche zu hören sind.
Bei mir brummen alle Völker schön gleichmäßig - ein gutes Zeichen.
Mal sehen, wie es weitergeht.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Das neue Bienenjahr hat begonnen

Hallo, liebe Bienenfreunde, da bin ich wieder.

Bei mir war im Somnmer 'ne ganze Menge los - da kam ich nicht richtig zum Schreiben neuer Bienenerlebnisse.
Doch nun geht's weiter:

Mit dem Abschleudern des leckeren Lindenblütenhonigs, der letzten Honigernte in 2009, ist für mich als Standimker das Bienenjahr zu Ende gegangen. Es war ein gutes Bienenjahr. Die
Kellerregale sind gut gefüllt mit Obst-, Raps- und Lindenblütenhonig. Gleichzeitig konnte ich meine Völker erfolgreich vermehren. Sie haben inzwischen alle ihr Winterfutter von mir bekommen: ca. 10-12 kg je Volk. Sie erhalten diese Menge in mehreren Flüssigfuttergaben (3 Teile Zucker auf 2 Teile Wasser) in speziellen Futtergefäßen gereicht. Diesen Sirup tragen die Bienen wie Nektar in ihren Wabenbau ein. Das ist für die Völker nochmals eine große Anstrengung. Diese Zuckerlösung muss auch noch eingedickt werden, damit sie nicht aus den Zellen läuft. Bei dieser Tätigkeit arbeiten sich die Altbienen ab und die Königin wird nochmals mächtig zur Eiablage angeregt. Und das ist gut so.
Die Bienenvölker sollen nämlich jungbienenreich in den Winter gehen. Die seit Ende August schlüpfenden Jungbienen haben jetzt nicht mehr viel zu tun und können damit ihre Kräfte schonen für das Einbringen des Frühjahrsblütenhonigs in 2010.

Im Sommer hatte ich öfter Gäste an meinem Bienenstand. Jedes
Jahr besuchen mich eine ganze Reihe Schulklassen. Nur bei einem Imker kommt man ja so richtig nahe an ein Bienenvolk heran. Sie staunten mächtig darüber, als ich Ihnen das Zeichnen von Königinnen vorführte.
Und ein vielfaches "Oooo" und Aaaa" hörte ich, als ich ihnen den kunstvollen Bau eines Hornissenvolkes in einem alten Baumstand zeigte.
KinderbeimImker
Bei den Hornissen überleben nur die jungen Königinnen den Winter - und diese gehen prinzipiell nicht in den Wabenbau des Vorjahres. Hornissenvölker bauen jedes Jahr ein neues Nest.
Porträt einer Hornisse
Seit einigen Jahren halte ich regelmäßig an der Volkshochschule Dresden Imkergrundlehrgänge für interessierte Erwachsene. Schon einige konnte ich von meinem schönen Hobby so begeistern, dass sie inzwischen selbst Bienen halten.

Peter und Gregor, die Söhne vom Volkshochschulkurs-Teilnehmer Hans-Jörg A. aus Dresden-Nickern sind ebenfalls schon dran - an der Imkerei. Das ist gut so, denn wir brauchen dringend Imkernachwuchs.
Nachwuchsimker
Tschüss, bis zum nächsten mal.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Die Winterlinden verblühen

Langjährige Erfahrungen besagen, dass die Winterlinden etwa Mitte Juli verblühen. Dieses Jahr ist es schon etwas zeitiger vorbei - und das, obwohl der Winter dieses Jahr besonders lang war.
Damit geht für uns Standimker, die nicht noch mit den Bienen in die Sonnenblumen- und Rotkleefelder oder die Heide wandern, das Bienenjehr dem Ende entgegen.
Da staunen die Laien immer wieder. Der Sommer geht erst richtig los, da ist es mit der Honigernte schon wieder vorbei. Aber es ist so. Die Sommerblumen in den Gärten, die Wildblumen an Weg- und Feldrändern, das ist nur eine sogenannte Läppertracht. Das reicht den Bienen gerade so zur laufenden Ernährung. Ein Überschuss für den Imker bleibt da nicht übrig.
Wir lassen jetzt den Bienen noch 10 Tage Zeit, um den Honig in den Waben reifen zu lassen. Sie tragen ihn dabei mehrfach in den Zellen um, bereichern ihn dabei mit körpereigenen Fermenten und dicken ihn ein. Dazu stehen jetzt Tag und Nacht ganze Kolonnen von Arbeitsbienen auf dem Flugloch und fächeln mit intensivem Flügelschlag die feuchte Stockluft aus den Beuten. Vor der Flugfront duftet es jetzt intensiv nach Honig. Und es brummt gewaltig !

Aus meinen zwei Hummelnestern ist leider nichts geworden. Wer weiß, vielleicht wurde die Hummelkönigin von einem Vogel gefressen. In einer von mir gebauten Hummelnisthilfe fressen jedenfalls dicke weiße Raupen gerade die Überreste des Nestes auf, mit den bereits angelegten kleinen Vorräten an Nektar und Pollen.

Bei den Hornissen geht es dafür voran; natürlich viel langsamer als bei den Bienen. Erst 10 Hornissenarbeiterinnen sind beim Schaffen. Ende August/Anfang September wird das Hornissenvolk den Höhepunkt seiner Entwicklung erreichen und einige hundert Hornissen werden dann meinen Garten und die nähere Umgebung von Schadinsekten säubern.
Ich habe heute mal wieder vorsichtig ins Nest geschaut und ein paar Fotos gemacht. Es erfolgte dabei nicht ein einziger Angriff. Friedlich bauten sie an ihrem Nest weiter und fütterten die Jungen. Ist die Königin nicht ein prachtvolles Tier !?!
Hornissenkönigin
Am Rande meines Gartenteiches schlürfen die Bienen Wasser. Ein ausgewachsenen Bienenvolk benötigt ca. 200 ml pro Tag - ganz schön was ? Vor einigen Wochen habe ich eine kleine Ringelnatter entdeckt, die sich offensichtlich irgendwo in Teichnähe eingenistet hat. Ringelnattern sind tagaktiv. Man kann sie nach einigen Wochen der Eingewöhnung prima beim Schwimmen und Tauchen beobachten.
Ringelnatter1
Das sind herrliche Naturbeobachtungen, die beim Imkern so ganz nebenbei anfallen.
Ringelnatter3
Es ist eine Lust - das Imkern !!!

Donnerstag, 11. Juni 2009

Bienen und Hornissen in friedlicher Nachbarschaft

Die Sommerlinden blühen schon.Die Bienen finden weiter reichlich Nahrung - und das in unmittelbarer Nähe. Hier am Stadtrand von Dresden wachsen in vielen Nebenstraßen alte Lindenbäume. Die große Blütenfülle verströmt seit Tagen einen intensiven Duft. Das haben natürlich die Bienen sofort mitbekommen. Ihre Riechleistung übertrifft übrigens die der Hunde um ein Vielfaches. Die ersten Sammelbienen, die diese Blütenmassen gefunden haben, sagten zu Hause im Bienenstock den Schwestern durch Tänze auf der Wabe Bescheid, wo diese Tracht zu finden ist. Und so fliegen nun fast alle Bienen nur noch zu den Lindenblüten, um Nektar und Pollen (Blütenstaub) zu holen. Diese "Sprache der Bienen" ist das Geheimnis, warum wir reine Trachtenhonige ernten können, also z. B. Rapshonig, Lindenblütenhonig, Heidehonig.

Für den kürzlich neu einlogierten Bienenschwarm sind die Bedingungen auch bestens. Die reiche Blütentracht regt nicht nur den Sammeltrieb, sondern auch den Bautrieb zusätzlich an. Arbeiterinnen aller Altersklassen bauen jetzt Wabe für Wabe aus Wachs, welches sie an ihren Bauchschuppen ausschwitzen. Sie kneten es mit ihren Mundwerkzeugen und bauen ein wahres Kunstwerk - und das alles im Stockdunklen ! Es ist immer wieder verblüffend. Schaut Euch mal an, was sie in der Zwischenzeit schon fertig gestellt haben.Wabenbau

Sieben kreisrunde Waben sind vollständig neu gebaut (sind auf dem Foto nicht alle erkennbar) und weitere vier Waben sind im Entstehen. Ich schätze, dass in 14 Tagen der komplette Strohkorb mit frischem Wabenbau gefüllt sein wird.

Die Hornissenkönigin ist auch sehr fleißig. Doch sie muss alles noch ganz allein tun. Bei den Hornissen überleben nur die begatteten Jungköniginnen den Winter. Und jedes Jahr wird ein neues Nest gebaut. Damit beginnt die Königin im Mai. Schaut Euch mal den Nestanfang genau an. Es sind zwei verdeckelte Brutzellen zu sehen, aus denen bald die ersten Arbeiterinnen schlüpfen werden. Daneben sehen wir Hornissenmaden - und vielleicht könnt ihr in den Randzellen auch die Eier erkennen, aus denen nach einigen Tagen die Maden schlüpfen werden.Hornissennest
Die Hornissenmaden werden mit erbeuteten Insekten gefüttert. Ein ausgewachsenen Hornissenvolk verfüttert am Tag etwa 500 g Insekten - das ist ein ganz schöner Berg. Das meiste davon sind Schadinsekten. Deshalb sind Hornissen sehr nützlich und unter strengen Schutz gestellt. Sie sind äußerst friedlich, belästigen einen nicht beim Essen im Garten und sind sehr erfogreich bei der Wespenbekämpfung. Sicherlich holen sie sich auch ab und zu eine Biene - als süßen Nachtisch sozusagen, doch stellen sie keine ernsthafte Gefahr für ein starkes Bienenvolk dar.
Ich hoffe weitere interessante Fotos vom Wachsen des Hornissennestes machen zu können.
Für heute soll es erst einmal wieder genug sein.

Bleibt schön neugierig !

Dienstag, 2. Juni 2009

Der erste Schwarm des Jahres

Trotz schwarmverhindernder imkerlicher Maßnahmen war vorgestern Volk 7 meines Bienenstandes nicht zu bremsen. Die alte Königin zog mit etwa der Hälfte des Bienenvolkes (Bienen aller Altersklassen) aus, um eine neue Behausung zu suchen. Schwarmstimmung
Zum Glück für den Imker fliegt die alte Königin in der Regel nicht weit weg. In meinem eigenen Garten ließ sie sich in etwa 3 m Höhe in unserem alten Pflaumenbaum nieder. Und schon bald sammelten sich die ausgeschwärmten ca. 20 000 Bienen um sie herum als Schwarmtraube.Die Schwarmtraube sammelt sich
Vorher sausten sie wie wild in der Luft herum. Das Brummen war in allen Nachbargärten gut zu hören. Es klingt vielleicht für manchen bedrohlich - doch gefährlich ist es nicht. Die Bienen haben anderes vor, als Menschen und Tiere zu stechen. Sie wollen ein neues Volk gründen und sind auf der Suche nach einer günstigen Behausung.
Sobald sich die Schwarmtraube am Baum abgesetzt hat, werden Suchbienen ausgeschickt, um eine neue Wohnung zu finden. Bienen sind Höhlenbrüter. Sie brauchen eine trockene Unterkunft mit einem Volumen von 50...100 Litern und einem nicht zu großen Eingang. Die Form ist unwichtig. Bienen sind in der Lage, ihren Wabenbau den örtlichen Gegebenheiten anzupassen.
Hat eine Suchbiene eine neue Wohnmöglichkeit erkundet, so erzählt sie nach ihrer Rückkehr durch Tänze auf der Schwarmtraube in welcher Richtung zur Sonne und in welcher Entfernung sich das neue Domizil befindet. Der am intensivsten werbenden Suchbiene folgt dann nach einiger Zeit das gesamte abgeschwärmte Volk. Die Schwarmtraube löst sich auf und mit lautem Brummen verschwindet sie für den Imker auf Nimmerwiedersehen.
Doch bis dahin vergehen 1-2 Stunden, manchmal auch mehr. Diese Zeit muss der Imker nutzen - und den Schwarm wieder einfangen. Dazu benötigt er in der Regel eine Leiter und eine Schwarmfangkiste. Nachdem er mit einem Gartenschlauch und sanftem Wasserschleier die Schwarmtraube beruhigt hat, befördert er sie mit einem kräftigen Schlag auf den Ast in die Schwarmfangkiste. Dann Deckel drauf, das Flugloch des Schwarmfangkastens geöffnet und den Kasten in der Nähe der Stelle aufgehängt. an der sich der Schwarm abgesetzt hat. Ist die Königin mit in den Kasten gelangt, so folgen ihr in der nächsten halben Stunde alle noch herumschwirrrenden Restbienen des Schwarmes.
Danach kommt der Kasten mit dem Schwarm für 1-3 Tage an einen dunklen, kühlen Ort - am besten in den Keller.
Keine Angst - die Bienen verhungern nicht. Bevor sie ihre alte Wohnung verließen haben sie sich randvoll mit Honig gesaugt. Dieser Vorrat reicht für 3 Tage.
Ich habe meinen Schwarm nach 2 Tagen in eine historische Bienenbeute (eine "Thüringer Walze") einlogiert RIMG0057- und sie sind jetzt mächtig mit dem Bau des neuen Wabenwerkes beschäftigt. In der alten Wohnung haben sie rechteckige Waben gebaut. Jetzt bauen sie kreisrunde Waben, der Form der Bienenbeute angepasst. Doch das macht ihnen überhaupt nichts aus. Sie sind perfekte Baumeister.
Die Arbeiterinnen schleppen seit gestern Pollen (Blütenstaub) ein, was mir sagt, dass die Königin begonnen hat, schon wieder Eier zu legen.
Es hat also alles bestens funktioniert und ich habe jetzt ein Bienenvolk mehr.

Geht bitte zurück auf den 14.05.2009. Da geht unsere Reise ins Bienenland los.

Montag, 18. Mai 2009

Unsere Bienen haben jetzt Hochsaison

Bienenwanderwagen im Raps
Unsere Bienenvölker streben dem Höhepunkt ihrer diesjährigen Entwicklung zu. Die überreiche Blütenfülle der Obstbäume und der vielen Rapsfelder haben die Königinnen zu enormer Eiablage angeregt. Die Königinnen haben in den letzten Wochen täglich an die 2000 Eier gelegt. Das entspricht etwa dem doppelten eigenen Körpergewicht ! Stellt Euch das mal vor. Auf unsere Hühner übertragen bedeutet dies, dass die Hühner täglich (!!!) ca. 2,5 kg Eier legen müssten. Das wären mindestens 25 Stück. Das geht natürlich nicht.
Bei den Bienenköniginnen geht das. Sie werden dazu ständig von den Ammenbienen mit dem hochwertigen Futtersaft Gelee Royal gefüttert, den sie in ihren Futtersaftdrüsen selbst erzeugen.

Die Entwicklung einer Arbeitsbiene vom Ei bis zum fertigen Insekt dauert 21 Tage. Ca. 2000 Arbeitsbienen schlüpfen jetzt täglich aus den Zellen der Brutwaben. Da wird es irgendwann eng in der Bienenwohnung. Wenn der Imker nicht eingreift, bereiten die Bienenvölker das Schwärmen vor. Das Volk teilt sich, indem die Altkönigin mit etwa der Hälfte des Bienenvolkes den Bienenstock verlässt und sich auf Suche nach einer neuen Behausung macht.
Im Restvolk haben sich die Arbeiterinnen darauf vorbereitet. Sie haben Jungköniginnen herangezogen, die wenige Tage nach dem Schwarmabgang schlüpfen - und zwar immer mehrere. Wie leicht kann eine Jungkönigin beim Begattungsflug von einem Vogel weggepickt werden oder anderswie ums Leben können ! Das Restvolk wäre dem Untergang geweiht !

Erfahrene Imker warten nicht auf einsetzende Schwarmstimmung. In dieser Zeit reduziert nämlich das Bienenvolk fast alle anderen Aktivitäten. Die Arbeiterinnen sammeln nicht mehr. Sie bauen keine neuen Waben mehr. Und wie leicht kann mit dem abgehenden Schwarm eine wertvolle Zuchtkönigin auf Nimmerwiedersehen verschwinden !
Erfahrene Imker teilen das Bienenvolk von sich aus. Doch davon später mehr.

Es bleibt spannend an unserem Bienenstand.

Und gleich daneben auch: seit wenigen Tagen brütet in einem meiner selbst gebauten Strohkörbe eine Hornissenkönigin. Und zwei meiner Nisthilfen für Hummeln wurden auch angenommen. Die genauen Arten muss ich aber erst noch erkunden.

Bis bald.

Geht bitte zurück auf den 14.05.2009. Da geht unsere Reise ins Bienenland los.

Donnerstag, 14. Mai 2009

Bienen in Sachsen

Dieser Blog ist der westlichen Honigbiene (Apis mellifera) gewidmet.

Der Bestand an Bienenvölkern in Deutschland ist besorgniserregend. Auch in Sachsen wird er in den nächsten 10 Jahren dramatisch weiter sinken, wenn wir nicht gegenlenken. Ursache ist das hohe Durchschnittsalter der aktiven Imker. Immer weniger Menschen stellen sich dieser interessanten Aufgabe, die nützliche Honigbiene zu wirtschaftlichen wie kulturellen Zwecken zu halten und sich für sie einzusetzen.

Es geht nicht um den Honig - den können wir importieren - es geht um die Bestäubungsleistung, die wir nicht im Ausland einkaufen können. Unsere Honigbiene ist der wichtigste Bestäuber für landwirtschaftliche Nutzpflanzen, für den Obst- und Gemüseanbau und für viele Wildpflanzen. Die Honigbiene ist wichtig für unsere tägliche Ernährung ! ... und für die Pflanzenvielfalt in Feld und Flur !

Deshalb - und weil diese staatenbildenden Insekten so interessant sind, möchte ich von nun an über die vielen Themen zu dieser spannenden Insektenart schreiben.
Dabei werde ich mich jedoch nicht ausschließlich auf die Bienen beschränken, sondern ab und an über andere Naturerlebnisse berichten, die ich so rund um meinen Bienenstand beobachten kann.
Mein großes Anliegen ist es, mehr Menschen für die Imkerei zu begeistern.
Die Imkervereine in Deutschland sind auf Landesebene organisiert. Da gibt es für uns in Sachsen den Landesverband Sächsischer Imker. Ansprechpartner vor Ort ist der örtliche Imkerverein, von denen es zur Zeit 164 in Sachsen gibt.

Denkt daran: die meisten Obst- und Gemüsesorten, die wir essen, werden von Bienen bestäubt. Der Honig entsteht quasi nur nebenbei. Und eines steht dabei fest: am besten schmeckt natürlich der eigene !

Mit der Zeit werde ich ich die Anlage um weitere nützliche Links ergänzen.

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Zuletzt aktualisiert: 22. Okt, 15:53

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